Category Archives: Reiseblog

Tapioka: kalorienarmer Maniok-Snack aus Brasilien

Tapioka habe ich zum ersten Mal 2004 in einem Einkaufszentrum in Sao Paulo gegessen. Die außergewöhnliche Konsistenz hat mich schon damals fasziniert.
Eine Dame saß vor einer Herdplatte mit einer kleinen Pfanne. Dort hat sie kleine weiße Flocken reingemacht und diese sind sofort zu einer Art Pfannkuchen verschmolzen. Genau wie im Video unten habe ich das damals mit Kokos und Leite Condensado, eine süße Kondensmilch, gegessen. Damals waren allerdings auch ein paar Erdbeeren dabei.
Es hat auf 100 Gramm nur 130 Kalorien, wäre also eine kalorienarme Alternative zu normalen Weizenmehlpfannkuchen.

Interessant ist das Konzept des Ladens: Halb Frisör, halb Snackbar. Funktioniert aber überraschend gut.
Hier ein Link dazu, Frisör und Snack beides empfehlenswert: https://www.facebook.com/lindashairstudioo/

So bereitet man das zu:
https://www.youtube.com/watch?v=u82a9oD5RPk

Hier mehr Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tapioka

Albufeira – Lissabon mit dem Bus: Wie macht man das?

Portugal verfügt über ein wirklich günstigen und gut organisierten öffentlichen Verkehr. Zwischen den Städten bieten sich Fernbusreisen an.
Von Albufeira nach Lissabon kostet so ein Ticket Hin und Zurück 37 €. One way kostet 20 €. Die Busfahrt dauert ca. 3 Stunden und es gibt außer den beiden Einsteigepunkten in Albufeira KEINE Stopps in anderen Städten. In den Bussen gibt es Toiletten.

Busreise von Albufeira nach Lissabon: Wo fährt der Bus ab?

Einsteigen kann man am Busbahnhof in Albufeira (Hier der Link zu Google Maps) und näher am Stadtzentrum am Ende der Avenida da Liberdade, wo diese eine Schleife macht.(Hier der Link zu Google Maps.)

Busreise von Albufeira nach Lissabon: Wo kauft man Tickets?

Wir haben unsere Tickets 5 Minuten vor Abfahrt am Schalter am Busbahnhof gekauft. Müsste aber auch in einem Ticketbüro an der Avenida da Liberdade geben.
Hier ein Bild vom Busbahnhof in Albufeira:

Busbahnhof Albufeira

Busbahnhof Albufeira


Dieser heisst mit vollem Namen „Estaçáo Central do Camionagem de Albufeira“

Busreise von Albufeira nach Lissabon: Wann fährt der Bus ab?

Morgens gibts nen Bus um 6.45, den haben wir aber verschlafen. Wir haben den nächsten um 8.45 genommen.(Stand 26.11.2017)

So sieht der Bus aus:

Fernbus Albufeira - Lissabon

Fernbus Albufeira – Lissabon

Die Fahrt war sehr angenehm ohne Zwischenfall durch Südportugal. Vorbei an schönen Landschaften mit vielen Pinien ging es Richtung Hauptstadt.

Busreise von Albufeira nach Lissabon: Wo kommt man an?

Man kommt am Zoo von Lissabon an, dort gibt es auch gleich eine Metro-Station Jardím Zoológico. Das ist sehr geschickt, da man von dort aus gleich mit der blauen Linie direkt ins Zentrum fahren kann (Richtung Santa Apolónia, 7 Haltestellen bis Baixa-Chiado).

Tickets für Ubahn, Tram, Fähren, Züge und Busse

Wir haben ein 3-Tages-Ticket genommen, das hat 18,45 € pro Person gekostet. Da ist aber Zug und Fähre nicht eingerechnet. Die Fähre hat aber nur 1,25 pro Fahrt gekostet (nach Casilhas) und der Zug nach Belém 2,60 € Hin- und zurück.
Es gibt hier ein System, bei dem auf eine Karte die jeweilige Art von Ticket gespeichert wird. So sieht die Karte aus:

U-Bahn-Karte Lissabon

U-Bahn-Karte Lissabon

Wir haben in Lissabon ein Doppelzimmer für sagenhafte 18 € pro Nacht gewohnt. Hier gibts mehr darüber!

Litauen im Januar: keine Gute Idee?

Vom 21.01.2016 bis 24.01.2016 waren Aika und ich in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Wir waren beide noch nie im Baltikum, also waren wir sehr gespannt auf Land und Leute. Dummerweise habe ich erst nach dem Buchen festgestellt, dass der Januar der kälteste Monat in Litauen ist…Aber da wir schon den Winter in Astana, der kasachischen Hauptstadt und nach Ulan Batar die zweitkälteste Hauptstadt der Welt überlebt haben, sollten uns die Minusgrade nicht den Spaß verderben. Aber hierzu später.

Ich bin aus Stuttgart / Deutschland angereist, mit Brussels Air sehr günstig über Brüssel hin und zurück für insgesamt 211, 95 €. Gebucht habe ich über Opodo. Aika kam mit Aeroflot von Almaty über Moskau an den kleinen, von der Altstadt mit dem Auto gerade einmal 15 Minuten entfernten Flughafen Vilnius.
Gewohnt haben wir um durchaus empfehlenswerten Comfort Hotel LT Rock n Roll. Sauber, unglaublich freundliches Personal und ein echtes Gourmetrestaurant mit dabei! Preis war 72 € pro Nacht pro Doppelzimmer inklusive Frühstück. 10 Minuten zu Fuß von der Altstadt entfernt, genau gegenüber gibts einen Supermarkt.
Ich war zu erst da und bin schonmal eingecheckt. Da Aikas Flug mächtig Verspätung hatte, bin ich im Hotel ins Restaurant und hab mir ein absolutes Gourmet-Essen mit Gänseleber mit Zwiebelmarmelade, Rindersteak und Schokoladenkuchen rausgelassen – Bombe!
Aika kam dann mit 6 Stunden Verspätung gegen 4 Uhr morgens an. Ich hab sie per Taxi abgeholt. Im Hotel kann man ein Taxi buchen, da kostet eine Fahrt zum Flughafen 8 €. Die Preise scheinen verhandelbar zu sein, vom Flughafen in die Stadt wollte der Fahrer 15 €, ich konnte ihn auf 10 € runterhandeln. Man kann also sagen, dass ein Taxi in Vilnius vom Flughafen bis zur Altstadt zwischen 8 € und 15 € kostet.
Nachdem wir ausgeschlafen hatten gingen wir los um die Stadt zu erkunden. Eines viel uns allerdings gleich auf: es war kalt! Ca. -10 Grad gegen 14.00. Trotzdem ließen wir uns nicht eischüchtern und sind tapfer zu Fuß in die Altstadt gegangen.
Hier die ersten Eindrücke:

Kirche in Vilnius

Kirche in Vilnius

Vilnius: erste Eindrücke

Vilnius: erste Eindrücke

Die Altstadt von Vilnius ist wunderschön hergerichtet und es gibt wirklich an jeder Ecke eine Kirche. Auf der Straße gibt es viele Händler, die an kleinen Ständen Bernsteinschmuck anbieten, den es ebenso in vielen Läden gibt.
Am nächsten Tag hatten wir mit dem Wetter mehr Glück: strahlend blauer Himmel, aber ebenso kalt.

Sehenswürdigkeiten in Vilnius

Zwei Sehenswürdigkeiten kann ich in Vilnius empfehlen: Das Tor der Morgenröte und vor allem die Ruine der Oberen Burg von Vilnius. Von dort hat man eine erstklassige Aussicht auf die Altstadt wie auch auf den modernen Teil der Stadt mit seiner Skyline.

Tor der Morgenröte Vilnius

Tor der Morgenröte Vilnius

Aussicht Vilnius von der Oberen Burg

Aussicht Vilnius von der Oberen Burg

 

 

 

 

 

 

Da man es bei der Kälte nie lange draußen ausgehalten hat, sind wir so alle 2 Stunden in ein Café und haben uns bei Kaffee oder Tee aufgewärmt. Und Cafés gibts wirklich viele und gemütliche.

Litauens Küche: Das eigentliche Highlight

Vilnius hat eine ordentlich gerichtete Altstadt, viele Kirchen und angenehmes Flair. Aber alles in allem ist das jetzt nicht überaus beeindruckend. Was mich aber sehr beeindruckt hat, ist die litauische Küche! Und ein Bier haben die! Sehr würziges und starkes Bier, intensiv im Geschmack und mit mächtiger Wirkung. Ich habe ein mit Honig gewürztes Bier getrunken – sehr zu empfehlen.
Ebenso sehr zu Empfehlen ist ein Restaurant, dass wir abends besucht haben: Das Restaurant Senoji Trobele

Es liegt ein kleines bisschen außerhalb der Altstadt, ist aber mit dem Taxi schnell und günstig zu erreichen. Es ist innen rustikal eingerichtet und bietet gehobenere bürgerliche Küche. Es gibt englischsprachiges Personal. Hier ist deren Homepage mit Bildern und Infos. Hier habe ich auch dieses wahnsinnig gute Honigbier getrunken. http://www.senojitrobele.lt/en/
Die litauische Küche ist deftig mit Kartoffeln und Fleisch, sie wird aber im Senoji Trobele mit echter Raffinesse zubereitet. Man sollte reservieren.

Mehr Reviews und Infos zu dem super Restaurant gibts bei Tripadvisor
Bilder von den leckeren Speisen:

Kaninchenpatstete mit Vanille-Karotten-Schaum

Vorspeise Kaninchenpatstete mit Vanille-Karotten-Schaum

Vorspeise Zeppelin

Vorspeise Zeppelin – Ein mit Hackfleisch gefüllter Kartoffelknödel

Geschnetzeltes

Geschnetzeltes mit Kartoffelbrei und Salat

Rinderhüftsteak

Rinderhüftsteak mit Salat und Kartoffelauflauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Hier probiere ich den leckeren Hartkäse Dziugas (DŽIUGAS; Ausprache: Dschíugas)

Fazit: Vilnius ist eine schöne Stadt mit unglaublich gutem Essen. Länger wie 2-3 Tage lohnt es sich meiner Meinung nach nicht. Im Sommer ist es ganz bestimmt viel schöner, im Januar ist es nicht zu empfehlen.

Von Bischkek zum Issykkul: Gastbeitrag

Hier ist ein Gastbeitrag von meinem Freund und Exkollegen Rashid. Er hat uns in Kirgistan besucht, hier sind seine Eindrücke. Weiter unten im Artikel gibt es eine Fotogallerie mit tollen Bildern, Rashid ist leidenschaftlicher Hobbyfotograf.

Ziel: der vielseitige Yssykul in Kirgistan

Canyons, atemberaubende Berglandschaften, Wüsten, Bergseen, tiefe Täler, endlose Steppe, Felszeichnungen, Tannenwälder. Und aufgeschlossene Menschen, eine spannende Geschichte und Kultur. Wenn es auf dieser Welt noch unterbewertete Reiseziele gibt, ist in meinen Augen die Yssykul-Region in Kirgistan eines davon. Dass das so ist, mag bei uns Westlern vor allem an der Sprachbarriere liegen – nur sehr wenige sprechen hier Englisch, Geschriebenes ist bis auf absolute Ausnahmen in Kyrillisch. Auch die Infrastruktur entspricht nicht jener der für die meisten Touristen üblichen Reiseziele. Wenn es hier Touristen gibt, sind sie meist Kasachen oder Russen. Aus Europa und Nordamerika finden nur wenige entdeckungsfreudige Backpacker auf Rundreise durch Zentralasien hier her. Doch allein die Region um den Yssykul, Kirgistans großem Bergsee im Tien-Shan-Gebirge, ist definitiv eine Reise wert.
Was man am Yssykul genau alles sehen kann, wird in diesem Blog schon ausführlich an anderer Stelle beschrieben. Ich möchte euch schildern, wie ihr am besten an den Yssykul kommt – zumindest, wie es bei mir ganz gut geklappt hat.
Übrigens empfehle ich euch als Reisezeit Anfang September. Das ist kurz vor Ende der Saison am Yssykul, das Klima ist angenehm, es ist noch ruhiger als sonst und das Laub beginnt sich zu färben.

Herbst in Kirgistan

Herbst in Kirgistan

Vorbereitung: Russisch und Rucksack
Keine Sorge, ihr müsst keinen wochenlangen Russischkurs belegen, auch wenn der sicherlich nicht schadet. Es hilft aber ungemein, etwas kyrillisch lesen zu können, insbesondere für die Orientierung. Das ist wirklich schneller gelernt als gedacht. Und ein paar Vokabeln solltet ihr auch beherrschen, um eure Anliegen zu formulieren zu können; Bitte, Danke, was kostet das, und so weiter. Eine sinnvolle Übersicht findet ihr hier. Druckt euch diese am besten aus und nehmt sie mit. Die Kirgisen, die ich angesprochen und kennengelernt habe, waren dermaßen hilfsbereit und geduldig, dass man sich schon irgendwie verstanden hat. Oder es wurde eben jemand gesucht, der ein paar Brocken Englisch spricht. Übrigens, bevor ihr am Zahlenlernen und –verstehen verzweifelt: Nehmt einen Stift und einen Block mit und lasst euch Beträge aufschreiben. Oder ihr lasst sie ins Handy tippen.
Mit Blick auf Gelände und Infrastruktur empfehle ich euch einen Reiserucksack. Was ihr einpacken solltet: Der Yssykul liegt auf 1.600 Metern Höhe und das Klima ist kontinental – die Nächte also kalt, die Tage heiß. Zudem wollt ihr sicher auch ins Gebirge und am See baden. Nehmt also Wanderstiefel (sehr wichtig!), eine Funktionsjacke und Badesachen sowie Bekleidung für 0°C bis 30°C mit. Wasserfeste Sonnencreme ist aber in jedem Fall ein Muss! Keinesfalls sollte man, selbst im September, die Höhensonne unterschätzen. Sonnencreme kann man aber auch vor Ort erwerben. Ich persönlich habe gerne, selbst im Hotel, eigene Badeschlappen. Auch die kann man dort kaufen. Zudem sinnvoll: ein kleines Erste-Hilfe-Päckchen, Desinfektionstücher und eine kleine Taschenlampe. Auch ein Taschenmesser hatte ich dabei.

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Ankunft und Einreise: Der Flughafen und Bischkek

Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise nach Kirgistan absolut unproblematisch. Für Aufenthalte unter 60 Tagen benötigt man nicht einmal ein Visum (Stand: September 2014, keine Gewähr, bitte vergewissert euch auf jeden Fall noch einmal selbst auf www.auswaertiges-amt.de oder bei der für euch zuständigen kirgisischen Auslandsvertretung). Bitte prüft auch noch einmal, dass euer Reisepass noch mindestens so lange gültig ist. Auch da: Im Zweifelsfall noch einmal abklären.

Geflogen bin ich mit Turkish Airlines über Istandbul nach Bischkek Manas Airport. Angenehme Reise. Außerdem steuern noch die Aero Flot und eine Handvoll weitere Fluggesellschaften den Hauptstadtflughafen an. Sehr günstige Flüge gibt es bei Pegasus Airline, einem türkischen Billigflieger, allerdings nur mit Zwischenlandung in Istanbul.




Opodo.de - und die Reise beginnt



Gleich bei Opodo nach dem günstigsten Flug nach Bischkek schauen!

Der ist sehr überschaubar. Dennoch schon einmal vorweg für die Rückreise: Die Abflughalle ist im ersten Obergeschoss. Ist nicht besonders gut ausgeschildert. Sehr angenehm dagegen: Es gibt kostenloses W-LAN. Ein freundliches Lächeln der Grenzpolizistin, einen Blick in meinen Pass und einen Stempel später war ich dann in Kirgistan.
Ihr solltet direkt am Flughafen noch Euro in kirgisische SOM tauschen. Das benötigt ihr fürs Taxi nach Bischkek. Das ging bei mir problemlos auch um 03:30 Uhr in der Nacht. Ich empfehle zum Start mal 200 Euro zu tauschen. Mit Kreditkarte lassen sich zudem an den meisten Geldautomaten SOM abheben. EC-Karten werden nur extrem selten akzeptiert, darauf würde ich mich nicht verlassen. Zahlungsmittel der Wahl ist grundsätzlich Bargeld, Kartenzahlungen sind eher unüblich und selten möglich.
Als ich in die Ankunftshalle gekommen bin, wurde ich regelrecht mit Taxi-Angeboten überfallen. Das sind nicht unbedingt die Taxifahrer selbst, sondern „Vermittler“, die von den Fahrern eine Provision erhalten. Klar, dass die dann die Preisvorstellungen erst einmal ganz weit oben ansetzen. Für die 30 Kilometer lange Fahrt in die Stadt würde ich nicht mehr als 500 bis 600 SOM bezahlen, also etwa acht Euro (September 2014, bitte Wechselkurs und Teuerungsrate beachten).

Zwischenstopp in Bischkek

Wie’s dann weitergeht liegt an euch: entweder erst einmal ins Hotel oder gleich zum Autobusbahnhof (ausgesprochen: „Sapatni Avtowagsal“, geschrieben: Западный Автовокзал), Adresse ist die Tschimkentskaya 1. Da ich mitten in der Nacht angekommen bin, habe ich erst einmal in Bischkek übernachtet und bin am Folgetag weitergereist. Bischkek habe ich mir auf dem Rückweg angesehen. In Sachen Übernachtungsmöglichkeiten ist das Spektrum sehr breit: vom kleinen Hostel, in dem man schon für wenige Euro schlafen kann bis zum Fünf-Sterne-Hotel Hyatt Regency, in dem die Nacht etwa 200 Euro kostet, findet sich in Bischkek alles. Einen guten Überblick bieten auch hier die internationalen Hotelbuchungsseiten (HRS, booking.com, etc.). Ich selbst bin im Goying abgestiegen (keine Internetseite, Tel.: +996 312992130), einem Hotel eigentlich von Chinesen für Chinesen. Die Nacht kostet hier 2500 SOM (September 2014, etwa 35 Euro), die Zimmer sind riesig, das Personal nett und zuvorkommend. Allerdings ist das Hotel samt Ausstattung ziemlich in die Jahre gekommen und abgewohnt. Wie gesagt, werft besser mal einen Blick in die Bewertungen der Vergleichsportale.

Reiterstatue in Bischkek

Reiterstatue in Bischkek

Weiterreise an den Yssykul: Cholpon-Ata (Tscholponata)

Am schönsten ist, auch weil das Gebiet noch wenig erschlossen ist, das Südufer des Yssykul. Nichtsdestotrotz: Zum Wohnen und als Startpunkt für die Erkundungstouren bietet sich die kleine Stadt Cholpon-Ata (gesprochen: Tscholponata, geschrieben: Чолпоната) am Nordufer an. Cholpon-Ata hat ca. 12.000 Einwohner und wurde zu Sowjetzeiten zum Erholungsgebiet ausgebaut. Deshalb finden sich auch heute noch hier Übernachtungsmöglichkeiten, ein schöner und zugänglicher Strand und eine vergleichsweise gute Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten.
Vom Busbahnhof in Bischkek (ausgesprochen: „Sapatni Avtowagsal“, geschrieben: Западный Автовокзал) fahren regelmäßig sowohl Kleinbusse als auch Sammeltaxis nach Cholpon-Ata. Zum Busbahnhof kommt ihr am besten mit dem Taxi, den kennt wirklich jeder Taxifahrer. Für die Fahrt dorthin müsst ihr, je nach Distanz etwa 150 bis 200 SOM rechnen (September 2014, etwa zwei bis drei Euro). Die Fahrt nach Cholpon-Ata dauert dann etwa drei bis vier Stunden, geht über etwa 250 Kilometer und kostet pro Person üblicherweise 350 SOM (September 2014, etwa fünf Euro). Wenn ihr ein eigenes Taxi nehmen wollt, ist das natürlich auch möglich. Rechnet dann mit etwa 2000 SOM bis 3000 SOM (September 2014, 30 bis 45 Euro).
Die Route von Bischkek nach Cholpon-Ata gibt euch übrigens schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das, was euch landschaftlich am Yssykul erwartet: die leeren Weiten gehen langsam in eine beeindruckende Berglandschaft über. Nach etwa 180 Kilometern breitet sich dann der Yssykul vor euch aus. Den fahrt ihr bis Cholpon-Ata entlang, zur Rechten der See, zur Linken die Ebene des Yssykul und dahinter das Gebirgsmassiv des Tien-Shan.

Straße zwischen Bischkek und Tscholponata

Straße zwischen Bischkek und Tscholponata

Eine Anmerkung zum Fahrstil: der ist gerne flott und mutig, es sei denn, man kommt gerade an einer der diversen Polizeikontrollen vorbei. Wem das nicht behagt, der sollte seinen Ausländerbonus ausspielen und freundlich aber bestimmt um Mäßigung bitten: „Paschalusta, Prajechat tschut medlenje“ (Пожалуйста, проехать чуть медленнее).
Choplon-Ata: Unterkunft und Expeditionen
In Cholpon-Ata gibt es mehrere Hotels, Luxusbunker wird man allerdings vergeblich suchen. Hier war ich im Babylon (gesprochen: Vavylon): eine schöne, kleine Hotelanlage direkt östlich neben dem „Sanatorium Galluboi Yssykul“, letzteres kennt in Cholpon-Ata jeder. Im Babylon kostet ein großes Zimmer mit großzügigem Balkon 1.800 SOM (September 2014, etwa 27 Euro). Auch toll am Babylon: zum öffentlichen Strand sind es zu Fuß gerade einmal ein paar hundert Meter.
In Cholpon-Ata selbst lohnt sich ein Besuch im Museum der Stadt (direkt neben dem Hauptplatz). Expeditionen werden direkt an der Straße angeboten. Hier stehen verkaufstüchtige Ansprechpartner neben Plakatwänden mit Fotos der Attraktionen. Aber auch in den meisten Hotels können diese gebucht werden. Die Preise reichen pro Person von deutlich unter 1.000 SOM für Tagesausflüge bis 3.000 SOM (September 2014, 15 Euro bis 45 Euro) für mehrtägige Expeditionen.
Hier mehr zum Issykkul und Tscholponata: Das beste Angebot finden, Preise vergleichen und Reisebewertungen auf TripAdvisor lesen

Was man halt beachten sollte

Für mich hat sich die Reise an den Yssykul unglaublich gelohnt. Allein landschaftlich hat mich die Region überwältigt. Nur: wer hierher kommt, muss sich im Klaren darüber sein, dass er hier andere Standards vorfindet, auch im Vergleich zu vielen anderen Reiseländern. Das gilt unter anderem für die Hygiene in öffentlichen sanitären Einrichtungen, die medizinische Versorgung, die Leitungswasserqualität bis hin zum Zustand der Verkehrsmittel in denen man unterwegs ist. Trinkwasser würde ich persönlich immer in Flaschen kaufen und auch zum Zähneputzen verwenden.
Was Kultur und öffentlicher Umgang angeht: Kirgisen sind in der Mehrheit Muslime. Gelebt wird ein sehr liberaler, aufgeschlossener Islam, vor allem im Norden des Landes, in dem auch die Yssykul-Region liegt. Alkoholische Getränke, insbesondere Bier, Wodka und kirgisischer Cognac, gehören zum gesellschaftlichen Leben. Auch was den Kleidungsstil und das Verhalten in der Öffentlichkeit angeht, muss man sich keine Gedanken machen, wenn man sich an das hält, was auch in Europa angemessen ist. Selbstredend ist das natürlich anders, wenn man sich in einer religiösen Einrichtung, ob Moschee oder Kirche, befindet. Hier sind besonderer Respekt und Rücksichtnahme gefragt. So kann man entspannt seine Reise genießen.

Zurück nach Bischkek

Park in Bischkek

Park in Bischkek

Zusammen mit Aika und Uli, die ich in Cholpon-Ata getroffen habe, bin ich mit einem Taxi zurück nach Bischkek gefahren. Gekostet hat das für uns drei zusammen 2.000 SOM (September 2014, etwa 30 Euro). Ich muss zugeben, dass ich einen Großteil der Strecke geschlafen habe. Das Wandern in der Höhenluft auf teilweise über 4.000 Metern, und die Vielzahl von Eindrücken haben mich geschafft, trotz Erholung am Strand. Die Reise haben wir dann gemütlich in Bischkek ausklingen lassen. Ein Urlaub, den ich so schnell nicht vergessen werde!

Petroglyphen Tscholponata – archäologische Sehenswürdigkeit am Issykkul

Wir sind ein paar Mal im Jahr in Kirgistan. Der kleine zentralasiatische Binnenstaat ist nur 3 Autostunden von Almaty entfernt, wo wir meistens wohnen, wenn wir in Kasachstan sind. Das Haupttourismusgebiet in Kirgistan ist zweifelsohne der zweitgrößte Hochgebirgsee der Welt: Der Issykkul! Doch auch Abseits vom traumhaften Sandstrand und der tollen Gebirgswelt gibt es Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel die mehr als 3000 Jahre alten Petroglyphen oder Felszeichnungen von Tscholponata, die dem alten Volk der Skythen zugeschrieben werden!

Felszeichnungen Tscholponata

Felszeichnungen Tscholponata

Felszeichnungen Tscholponata Karte

Felszeichnungen Tscholponata Karte

Wo sind die Petroglyphen von Tscholponata

Die als Freilichtmuseum konzipierte Gebiet liegt nördlich des früheren Flughafens von Tscholponata. Vom Stadtzentrum aus haben wir für ein Taxi 150 Som bezahlt, man kann aber auch die ca. 2,5 Kilometer laufen. Wenn euch der Taxifahrer nicht auf Anhieb versteht, hier ein Tondokument, wie das Museum auf kirgisisch heißt: „Saimoli tasch“

Hier noch ein Link zu Google Maps und den Petroglyphen und ein Bild von der alten Ladebahn an deren nördlichen Ende sich das Museum befindet (inklusive meines Fingers). So, jetzt kann man das Museum nicht mehr verfehlen 😉

alter Flughafen Tscholponata

alter Flughafen Tscholponata

Eintrittskarte Felszeichnungen Museum

Eintrittskarte Felszeichnungen Museum

Wie man auf der Karte erkennen kann, kostet der Eintritt 50 Som, vorausgesetzt, das Kartenhäuschen ist besetzt. Schön auch die kreative Schreibweise von „Petroglyphs“ auf der offiziellen Karte. Aber ich sitze hier mächtig im Glashaus, wenn ich was auf kyrillisch schreiben soll, mach ich auch noch die dümmsten Fehler – жалька.
Hier zitiere ich aus dem Text des oben abgebildeten Schildes:

„Staatlich Historisches Freilichtmuseum Issyk Kul. Das Museumsgelände ist 42 ha groß und beherbergt prähistorische und historische Denkmäler verschiedener Epochen:

  • Petroglyphen Felszeichnungen (2. Jahrtausend v. Chr.)
  • Steinkreise (1. Jahrtausend v.Chr.)
  • Grabhügel
  • Mauerreste
  • Balbal Steinskulpturen

Historische Denkmäler sind Eigentum des kirgisischen Volkes und gesetzlich geschützt.
Die Petroglyphen wurden im Sommer 2002 mit Hilfe der Bundesrepublik Deutschland restauriert.“

Man hat von dort oben auch eine tolle Aussicht auf den See. Am Anfang fand ich es ein bisschen schwer die Petroglyphen zu finden, aber das Auge lernt schnell und man erkennt immer mehr. Da das Gebiet ziemlich groß ist und die Sonne arg gebrannt hat, haben wir nicht alles anschauen können.
Z.B die Balbal Steinskulpturen muss ich mir nächstes Mal anschauen. Es gibt wahnsinnig viele Bilder von Steinböcken. Dieser muss bei den Skythen eine wichtige Bedeutung gehabt haben. Danach sind wir zurück gelaufen, nicht weit von der Hauptstraße kommt man übrigens an einem Basar vorbei, da kann man sicherlich billiger als in den Supermarkten einkaufen. Anbei eine Auswahl von Petroglyphen und Steinkreisbildern.

Steinkreis

Mensch mit Adler?

Mensch mit Adler?

Opferschale am Steinkreis

Opferschale am Steinkreis

Steinkreis

Steinkreis

Petroglyphen

Panorama am Issykkul

Panorama am Issykkul

Steinbock und Panorama

Steinbock und Panorama

Petroglyphen Issykkul Großer Stein

Petroglyphen Issykkul Großer Stein

Hier mehr zu Tscholponata: Das beste Angebot finden, Preise vergleichen und Reisebewertungen auf TripAdvisor lesen

Steinböcke und Pferde

Steinböcke

Steinböcke

Pferde im Museum

Pferde im Museum

Kutaissi, Sataplia und die Prometheus-Höhle

Kutaissi- kann man besuchen, muss man aber nicht

Die zweitgrößte Stadt in Georgien ist Kutaissi. Da wir Gefallen am Reisen mit kleinem Rucksack gefunden haben, brachen wir an einem etwas regnerischen Dezembertag von unserer Wohnung in Batumi per Marschutka in Richtung Kutaissi auf. Es fährt eine Marschrutka direkt dorthin, also kein Problem.

Nach ca. 2,5 stündiger Fahrt kamen wir am Busbahnhof von Kutaissi an und gingen dort erst einmal zu McDonalds um dort nen Happen zu essen, uns dort per Wlan einem Überblick zu verschaffen und die glücklicherweise saubere Toilette zu benutzen.
Wir entschlossen uns dann, ein Taxi in die Stadtmitte zu nehmen und dann per pedes die Stadt zu erkunden. Als erstes schauten wir uns die weiße Brücke über den Rioni an, von der aber nach Einbruch der Dämmerung nicht mehr so viel zu sehen war. Nach kurzer Suche in der Innenstadt hatten wir auch ein solides Hotel gefunden: Das Hotel Old Town. Das Doppelzimmer kostete ca. 100 Lari die Nacht inklusive gutem Frühstück, die Leute waren sehr freundlich und die Zimmer sauber – für 1-2 Nächte sehr zu empfehlen. Am nächsten Tag konnten wir Kutaissi erkunden, als erstes sind wir zu Bagrati-Kathedrale hochgelaufen, von der man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt hat.

Bagrati-Kathedrale Kutaissi

Bagrati-Kathedrale Kutaissi

Aussicht auf Kutaissi

Aussicht auf Kutaissi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend sind wir wieder in die Innenstadt und von dort mit einer kleinen Seilbahn zu einem kleinen Freizeitpark hochgefahren. Da es ein kühler und feuchter Dezembertag war, gab es dort nicht viel Andrang und auch nicht viele offene Geschäfte. Am besten kann ich mich an den wohl traurigsten und einsamsten Bären der Welt in einem viel zu kleinen Käfig erinnern – dieser Anblick betrübt mich bis heute….
Kutaissi blieb mir also als eher unspektakuläre Stadt in Erinnerung, nun gings weiter in die Berge: Wir verhandelten dann mit einem Taxifahrer, der uns nach Sataplia und zur Prometheus-Höhle brachte.
Der Taxifahrer war redselig und machte einen etwas schlitzohrigen, aber nicht unsympathischen Eindruck. Er stellte sich als Ex-Gefängnisinsasse heraus, der in den wilden 90ern entsprechend unterwegs war. Er hat uns dann auch erklärt, wie hart dann unter dem damaligen Präsidenten Saakaschwili durchgegriffen wurde. Dieser hatte in Georgien sehr wirkungsvoll die Korruption bekämpft und tut nun das gleiche in der Südukraine!
Dem Taxifahrer ist nach eigener Aussage jedenfalls der kriminelle Lebenswandel vergangen, nachdem ihm bei der Festnahme beide Hände gebrochen wurden und er im Knast jeden Tag die Fresse vollbekommen hat.

Sataplia – schöner Dinosaurier-Park und tolle Landschaft

Sataplia ist eine Art in einer Mittelgebirgslanschaft unweit von Kutaissi gelegener Naturpark. Es gibt dort versteinerte Dinosaurierspuren zu sehen, einen Park mit großen Dinofiguren aus Plastik, eine Tropfsteinhöhle, Wanderwege und eine tolle Aussichtsplatform. Man muss Eintritt bezahlen und kann dann an einer kleinen Führung durch die oben genannten Attraktionen teilnehmen. Mir ist vor allem die Aussichtsplatform mit Glasboden in Erinnerung geblieben, die man mit Filzpantoffeln betreten muss. Man hat eine atemberaubend Aussicht auf den kleinen Kaukasus und die kolchische Tiefebene.

Sataplia - Aussicht

Sataplia – Aussicht

Dinosaurierspuren Sataplia

Dinosaurierspuren Sataplia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tropfsteinhöhle in Sataplia ist auch sehr eindrucksvoll, hier ein paar Eindrücke:

Sataplia Georgien Höhle

Sataplia Georgien Höhle

Sataplia Tropfsteinhöhle Stalagmiten

Sataplia Tropfsteinhöhle Stalagmiten

Tropfsteinhöhle Sataplia Georgien, großer Tropfstein

Tropfsteinhöhle Sataplia Georgien, großer Tropfstein

Sataplia Höhle

Sataplia Höhle, Eingang

Prometheus-Höhle Georgien

Danch gings weiter zur Prometheus-Höhle, die ca. 30 Autominuten von Sataplia entfert ist. Von Kutaissi kann man übrigens für ca. 30 Lari ein Taxi zur Prometheus-Höhle nehmen. Eintritt kostete 2013 7 Lari, wenn man das letzte Stück mit dem Boot fahren will, was ich sehr empfehle, kommen noch 8 Lari hinzu.
Die Höhle ist riesen groß und bestens ausgebaut. Hier gibt es ein paar Eindrücke.

Prometheus Höhle Georgien

Prometheus Höhle Georgien

Tropfsteinhöhle Prometheus

Tropfsteinhöhle Prometheus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer nach Kutaissi kommt, sollte diese Höhle unbedingt besuchen. Man kann auch vom Busbahnhof aus fast stündlich für einen Lari mit einer Marschrutka in ein Dorf in der Nähe namens „S chaltuba“ (also das S und ch werden als 2 Laute ausgesprochen) fahren und von dort ist es mit dem Taxi nicht mehr weit zur Höhle und kostet ca. 5 Lari.

Prometheus Höhle Georgien Tropfsteine

Prometheus Höhle Georgien Tropfsteine

Prometheus Höhle Georgien große Halle

Prometheus Höhle Georgien große Halle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als wir aus der Höhle kamen wurde es schon dunkel. Wir haben unseren schlitzohrigen Taxifahrer nach einem Hotel in der Nähe gefragt, worauf er uns versicherte, dass er eines kennen würde und ins direkt dort hinbringen würde. Das Ende vom Lied war, dass er uns bei irgendeinem Bauernhof in den Bergen abgeliefert hat, von dessen Eigentümer er nach kurzem Verhandeln nach Provision kassiert hat, und wir bei wildfremden Leuten im Wohnzimmer geschlafen haben. Wir waren zu müde um zu protestieren, dafür wars auch billig.
Am nächsten Tag nahmen wir ne Marschrutka nach Kutaissi und von dort fuhren wir mit einer anderen Marschrutka wieder zurück nach Batumi. So endete unser Ausflug nach Kutaissi und Umgebung.

Wissenswertes:

In Kutaissi gibt es einen Flughafen, der von der ungarischen Billigfluglinie Wizz Air angeflogen wird. Unter Umständen kann man so sehr günstig nach Kutaissi gelangen.

Batumi – unsere zweite Heimat am Schwarzen Meer

Wohnhaus in Batumi - Süd

Wohnhaus in Batumi – Süd

Zweite Wohnung im Süden von Batumi

Zweite Wohnung im Süden von Batumi

 

 

 

 

 

Wenn wir in Georgien sind, wohnen wir immer in Batumi. Wir mieten uns dort eine Wohnung, die wir dann als Basis haben. Es gibt direkt am Meer schöne Wohnungen ab 300 Dollar im Monat, für 500 Dollar richtig tolle! Wie bekommt man Wohnungen? Am besten mit Taxifahrern reden. Oben sind die Häuser zu sehen, in denen wir gewohnt haben. Ich gebe zu, von außen sehen die oft noch aus sozialistischer Zeit stammenden Häuser zum Fürchten aus, aber innen sind sie echt gemütlich. Batumi hat einige Vorzüge: Es ist die größte georgische Stadt am Schwarzen Meer und verfügt somit über die Annehmlichkeiten einer größeren Stadt: gute Einkaufsmöglichkeiten, Museen, Theater, Kino, Nachtleben, usw. Es gibt eine mehrere Kilometer lange und wunderschöne Strandpromenade und einen wunderschönen Strand. Es ist zwar ein Kiesstrand, das hat mich aber nie gestört. Wer unbedingt einen Sandstrand braucht, kann eine Stunde nach Norden fahren, in Ureki gibt es einen Strand mit schwarzem und magnetischen Sand, dem sogar heilende Kräft nachgesagt werden.
Es gibt in Batumi ein solides Fahrradverleih-System (Batumvelo). Man kann in der Touristeninformation im Zentrum eine Karte holen und diese dort mit Guthaben aufladen. Mit dieser Karte kann man dann an verschiedenen Punkten an der Promenade und in der Stadt Fahrräder freischalten und benutzen. Die Benutzung ist nicht teuer, ca. 1 € pro Stunde oder so.

Fahrradsystem Batumvelo

So sieht die Fahrrad-Karte aus

So sieht die Fahrrad-Karte aus

So sehen die Fahrradstationen aus

So sehen die Fahrradstationen aus

 

 

 

 

 

 

 

Restaurant Shemoikhede Batumi

Das leckerste georgische Essen in Batumi gibt es in der Gaststädte „Shemoikhede“. Das Personal kann da sogar etwas englisch. Ich empfehle dort Tschkmeruli zu essen, das ist Hühnchen in Knoblauch-Sahne Soße. Khinkali, die georgischen Maultaschen, sind auch sehr lecker. Als Wein empfehle ich Kindzmarauli, Alasanskaia Dalina und Kwanchkara – alles Spitzenweine. Ein besonderes Mineralwasser ist Borjomi, das schmeckt super mineralisch.

Restaurant Shemoikhede in der Jordania Straße 8

Restaurant Shemoikhede in der Jordania Straße 8

Tschkmeruli - das Superhühnchen in Knoblauch-Sahne-Soße

Tschkmeruli – das Superhühnchen in Knoblauch-Sahne-Soße

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen Ausflug wert ist der Botanische Garten in Batumi. Diesen kann man bequem mit dem Bus erreichen, steht auf dem Bus drauf, dass er dorthin fäht.

 

Strand in Batumi

Strand in Batumi

Sehenswürdigkeiten Batumi

Weitere Sehenswürdigkeiten in und um Batumi sind:

  • Die Medea-Statue im Zentrum (Wenn man die Straße weiter vom Meer weg geht, gibt es auf der rechten Seite auch ne leckere Eisdiele; das Kino Apollo ist auch gleich eine Querstraße weiter)
  • Die Seilbahn (führt zu einem tollen Aussichtpunkt rauf)
  • Neptun-Brunnen (Von der Medea-Statue Richtung Meer)
  • die antike Ruinenstadt Gonio (mit der Marschrutka ca. 25 Minuten der Küste entlang Richtung Süden)

Hier gehts zu unserem Ausflug nach Kutaissi, Sataplia und zur phänomenalen Tropfsteinhöhle des Prometheus

Gori / Georgien: Home of Stalin und echte Freunde

Wir stiegen in Achalziche um und fuhren quer durch Georgien nach Gori. Wir sind sogar durch Borjomi gefahren, dort kommt das gleichnamige geniale Mineralwasser her, dieses möchte ich in meinem Leben echt nicht mehr missen. Leider sind wir da nur durchgefahren und konnten die Quelle nicht besuchen. Nach 2-3 Stunden Fahrt kamen wir am ziemlich schäbigen Busbahnhof in Gori an und machten uns auf den Weg zur Innenstadt.

Auf irgendeiner Internetseite wurde das Hotel „Georgia“ empfohlen, genau neben dem Stalinmuseum. Dort buchten wir ein Zimmer und wärmten uns erst mal auf. Das Hotel ist nicht empfehlenswert. Es gibt kein Essen, auch kein Frühstück und das Hotel wurde wahrscheinlich unter Chruschtschow zum letzten Mal renoviert.

Sveta, Aika und Mariam

Sveta, Aika und Mariam

Dann gingen wir auf Entdeckungsreise in die Stadt. Gori hat eigentlich nicht so viel zu bieten: Das Stalinmuseum, ein Heimatmuseum, eine Festung. Aber ich finde die Berge außen herum sehen sehr zum wandern einladen. Außerdem befindet sich ca. 5 Kilometer von Gori entfernt die spektakuläre Höhlenfestung Uplisziche.

Sehr zu empfehlen ist das Café „Art house“ in der Stalinstraße, dort gibt es Kuchen, Chatchapurri und Pizza. Da wir mit dem Hotel „Georgia“ nicht zufrieden waren, haben wir die Wirtin nach einer Unterkunftsmöglichkeit gefragt. Diese hat uns dann einen Kontakt gegeben, der der Anfang einer echten Freundschaft war: Sveta!

Sveta hat eine kleine aber sehr feine Pension, die Chefin kocht für die Gäste, es gibt Wifi und Sveta hat den stärksten Tschatscha, den ich je getrunken habe. Wir waren jetzt schon mehrere Male bei Sveta und ihrer Tochter Mariam – wir sind, wie gesagt, echte Freunde geworden.

Das Stalin-Museum in Gori

Berühmtester Sohn der Stadt ist natürlich Josef Dschughaschwili aka. Stalin. Deswegen hat man ihm hier ein ganzes Museum gewidmet. Um sein Geburtshaus wurde zum Schutz eine Art griechischen Tempel gebaut und sein Privat-Bahnwagon ist ausgestellt. Das Stalinmuseum lohnt einen Besuch, auch wenn ich gegen Ende den guten Herrn mit dem schönen Walross-Schnauzer nicht mehr sehen konnte. Es ist wirklich alles von ihm ausgestellt, unter anderem kann man sein Klo im Wagon anschauen. Damit ihr das nicht selbst müsst, hab ich es fotografiert 🙂



In Gori sind im Jahr 2008 während des Konflikts mit Russland um Ossetien Bomben eingeschlagen und es gab Tote. Jetzt ist Gori, obwohl nicht weit weg von der ossetischen Grenze 100% sicher. Der Stadtbereich vor der Festung wurde neu gemacht und sieht echt schön aus.

Die Höhlenfestung Uplisziche bei Gori

"Geheimgang" zum Flußufer Ulisziche

„Geheimgang“ zum Flußufer Ulisziche

Wir haben uns einen Taxifahrer genommen und sind nach Uplisziche gefahren. Wir waren überwältigt. wir waren ja erst 2 Tage zuvor in Wardsia, doch Uplisziche fand ich noch eindrucksvoller. Die Festung ist riesig und hatte mehrere tausend Einwohner. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den Mongolen erobert und zerstört, besiedelt ist der Ort seit der Bronzezeit. Sehr beeindruckt hat mich vor allem der „Geheimgang“ zu Flussufer, den habe wir beim Abstieg zufällig entdeckt, der ist etwas versteckt. Es gibt eine Apotheke, Versammlungsräume, eine Kelter, ein Abwassersystem – also alles, was eine zivilisierte Stadt braucht. Man kann ein bisschen klettern und man entdeckt hinter jeden Ecke etwas Neues und Interessantes Bei der Festung gibt es ein tolles Museum und oben auf dem Berg steht eine Kirche – nur Schade, dass sie am Tag unseres Besuches geschlossen war.

 

 

 

Aussicht auf Ruinen am Fluss Kura / Uplisziche

Aussicht auf Ruinen am Fluss Kura / Uplisziche

Mongolisches Relief / Uplisziche?

Mongolisches Relief / Uplisziche?

 

Uplisziche mit Kirche

Uplisziche mit Kirche

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem sehr komfortablen Zug wieder zurück ans Schwarze Meer nach Batumi.

Wardsia (Vardzia) / Georgien- die eindrucksvolle Höhlenstadt muss man gesehen haben

Unterkunft in Wardsia (Vardzia)

Also stiegen wir gegen 15.00 in Achalziche in die Marschrutka und fuhren durch spektakuläre Schluchten und tolle Landschaften weiter ins Land. Es saßen dann nur noch wir im Kleinbus und die Dunkelheit brach herein. Wir begannen schon, uns Sorgen zu machen, ob wir noch einen sicheren und warmen Schlafplatz finden würden. Aber wir vertrauten naiv darauf, dass ja Wardsia (Vardzia) eine der großen Sehenswürdigkeiten in Georgien ist, da wird es schon eine Herberge oder ein kleines Hotel geben. Vorweg: Das gibts, nur haben die im November nicht auf….

Irgendwo im Nichts und in der Dunkelheit rief uns der Fahrer zu, dass wir da wären. Wir stiegen aus ins Ungewisse und da stand ein alter Mann und sagte, er wäre Tamas. Bingo, wir hatten unseren Kontakt gefunden. Tamas wohnt mit seiner Frau Tina in einem großen Bauernhaus ziemlich genau gegenüber der Felsenstadt Wardsia (Vardzia), am anderen Ufer des Flußes.

Tina und Tamas Wardsia

Tina und Tamas Wardsia

Unser Zimmer in Wardsia bei Tamas

Unser Zimmer in Wardsia bei Tamas

Er zeigte uns unser Zimmer, das war ziemlich kühl und die Bettlaken ein wenig feucht, aber das war schon ok. Wir waren ja froh, dass wir überhaupt etwas gefunden hatten. Danach gabs in der supergemütlichen Küche von Tina gekochtes, leckeres Essen, und Überraschung: Wein! Zum Glück hat Aika an diesem Tag das Trinken übernommen 🙂

Hier ein paar Bilder von Tamas, Tina, dem Haus, der Küche und dem überaus leckerne Essen. Tamas ist ein redseliger und angenehmer Gastgeber, wieder wurden wir Zeuge der georgischen Gastfreundschaft. Die Lebensmittel werden alle vom eigenen Bauernhof produziert. Leckere Salzgurken, eigener Wein, eine eigene Quelle liefert Wasser. Tina hat unglaublich leckeres frisches Brot aus eigenem Mais gebacken. Wir haben sehr schöne Stunden mit dem älteren Pärchen verbracht.

Die Höhlenstadt Wardsia (Vardzia)

Am nächsten Morgen gingen wir dann endlich zur Höhlenstadt. Man musste nur die Straße hoch, über eine Brücke und 300 Meter am anderen Ufer wieder zurück. Der Eintritt kostete nicht mehr als 2 €, das ist absolut geschenkt für eine Höhlenstadt aus dem 12. Jahrhundert, die einstmals ca. 50.000 (!) Menschen Platz bot und in der die fast mythische Königin Tamara wohnte. Es gibt ein bewohntes Kloster in den Höhlen, wir haben einen Mönch gesehen. Das Klostergelände ist aber abgesperrt und daran sollte man sich halten. Wir waren die Einzigen dort, November ist halt nicht unbedingt Saison. Aber seht selbst, wie eindrucksvoll Wardsia (Vardzia) ist!

Wardsia (Vardzia) von außen mit Kirche

Wardsia (Vardzia) von außen mit Kirche

Der dramatische Himmel trägt zur Stimmung bei.

Wardsia (Vardzia) - Aussicht zum anderen Ufer

Wardsia (Vardzia) – Aussicht zum anderen Ufer

Ein fast sakral wirkender Lichstrahl.

In den Höhlen von Wardsia (Vardzia)

In den Höhlen von Wardsia (Vardzia)

Steile Gänge in Wardsia (Vardzia)

Steile Gänge in Wardsia (Vardzia)

 

 

Und man muss auch ein bisschen klettern um alles entdecken zu können.

 

Anderes Kloster Wardsia

Anderes Kloster Wardsia

Mönch Wardsia (Vardzia)

Mönch Wardsia (Vardzia)

Das andere Höhlenkloster bei Wardsia (Vardzia)

Nach einer ausgiebigen Höhlenstadtbesichtigung haben wir den Abend und die Nacht wieder bei Tamas und Tina verbracht. Am nächsten Tag warteten neue Abenteuer: Auf der anderen Flußseite ca. 2 km stromabwärts gibt es noch ein Höhlenkloster, dort Leben aktuell 5 Mönche. Man muss dann ungefähr 1,5 Kilometer steil bergauf gehen und kommt zum Kloster. Wir haben einen der Mönche gefragt, ob wir dieses Höhlenkloster auch besichtigen können, das war ihm aber eher unrecht. Er hat gesagt, es wäre ein Ort der Besinnung und man könne ihn als das auch gerne anschauen und nutzen, aber nicht als Sehenswürdigkeit. Das haben wir akzeptiert und haben nur von weiter unten Fotos gemacht.

Die Mönche sehen meiner Meinung nach etwas gruslig aus und waren auch etwas mürrisch.

 

Thermalquelle Wardsia (Vardzia) von außen

Thermalquelle Wardsia (Vardzia) von außen

Thermalquelle Wardsia (Vardzia) von innen

Thermalquelle Wardsia (Vardzia) von innen

Thermalquelle Wardsia (Vardzia)

Da es an dem Tag etwas regnerisch und kühl war, freuten wir uns sehr, über Tamas`Vorschlag, sein Kumpel würde uns abholen, dann könnten wir zu „warmen Quelle“ zum baden. Gesagt getan, mit seinem alten Mercedes holte uns sein Kumpel ab und fuhr mit uns ein paar Kilometer flußaufwärts und wir kamen zu einem nach altem Kuhstall aussehnden Gebäude – und darin befand sich ein kleines Thermalbad allererster Güte. Darin sind wir beide dann erstmal ne Stunde verschwunden und haben das warme Bad genossen.

Danach haben wir wieder bei Tamas und Tina gut gegessen, getrunken und geschlafen. Was Tamas genommen hat, weiß ich nicht mehr. Es war jetzt nicht superbillig, aber auf jeden Fall angemessen. Beide reden georgisch  und russisch –  da aber Tamas nicht zum ersten Mal Gäste hat, wird sich eine Verständigungsmöglichkeit finden lassen.

>>>>Am nächsten Tag sind wir weiter nach Gori, die Heimatstadt Stalins, wo wir echte Freunde kennengelent haben.<<<<
 

Arbeiten in Wardsia

Arbeiten in Wardsia (Vardzia)

Übrigens, hier tätige ich meinen wöchentlichen Call mit einem Kunden in den Niederlanden, für den ich Suchmaschinenwerbung mache. Und genau das liebe ich an meinem Job – ich kann ihn von überall aus machen. Sogar von den Höhlen von Wardsia (Vardzia) aus 🙂

 

Nützliche Informationen:

Wardsia bei Wikipedia

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